Jonatans Fladenbrot

 

2 Tassen Mehl

1 TL Salz

50 g Öl

1/2 Tasse lauwarmes Wasser

ev. Gewürze (Zwiebel, Kümmel)

 

Zutaten zu einem festen Teig verrühren
und kräftig kneten, bis er Blasen wirft.

10 kleine Kugeln formen
und zu dünnen Fladen zurechtdrücken.

In einer sehr heißen, ungefetteten Pfanne (Gusseisen) von beiden Seiten backen,
bis sie braunfleckig werden.
(Oder auf einem eingefetteten Backpapier
im Herd bei 250 °C etwa 10 Minuten.)

 

Sofort servieren.

 

 

 

 

Segensspruch beim Essen

 

      Gelobt seist du,

  Ewiger, König der Welt,

      dass du Brot

aus der Erde hervorbringst.

 

 

Unser tägliches Brot gib uns Tag für Tag.    Lukas 11,3

 

 

Zähle die Brote.  Was fällt dir bei der Anzahl auf?

 

Essen zu biblischer Zeit

 

Getreide ist seit eh und je die Grundlage menschlicher Ernährung. Das hebräische Wort für Brot bedeutet auch Leben. Seit frühester Zeit legte man deshalb in der Stiftshütte bzw. im Tempel einige Brote aus, als Zeichen des Dankes an Gott für das Leben.

Zu biblischen Zeiten waren zwei tägliche Mahlzeiten üblich. Morgens aß man meist nur ein Fladenbrot und ein paar Oliven. Die Zubereitung war Aufgabe der Frauen. Mit einer Handmühle mussten die Körner zu Mehl zerrieben werden. In einer Stunde konnte man etwa 800 g Mehl mahlen. Für jede Person brauchte man 500 g Mehl. Wie lange müsstest du für deine Familie den schwe-ren Mühlstein drehen?

Das Mehl wurde dann mit Wasser und etwas Salz vermengt und ein Teig daraus bereitet. Ein Stück sauer gewordener Teig vom letzten Backtag wurde unter den Teig geknetet, so wurde später das Brot lockerer. Dann formte man dünne Fladen – etwa wie unsere Eierkuchen. Diese wurden auf einer Tonplatte gebacken. Dazu legte man die Tonplatte auf drei Steine und machte darunter eine starkes Feuer. Aber es gab auch Backöfen, die ähnlich ausgesehen haben, wie man sie heute noch im Orient auf Dörfern findet.
Sie gleichen einem abgeschnittenen Kegel, der unten ein Feuerloch hat; das Feuer durchglüht das Innere des hohlen Lehmkegels, und die Teigfladen klebt man innen an die schrägen Wände. Befeuert wurden die Öfen normalerweise mit Holz. Da dies aber nicht immer ausrei-chend vorhanden war, nahm man als Heizmaterial oft auch Sträucher, Stroh oder Unkraut. Man verbrannte auch Taubenmist, dieser Rauch machte das Brot würziger.

Die Hauptmahlzeit war das Abendessen. Die ganze Familie saß um eine große Schüssel, neben der die Fladenbrote lagen. Der Hausvater sprach ein Gebet, brach das Brot in einzelne Stücke und verteilte es. Alle aßen gemeinsam aus der großen Schüssel. Man benutzte einen Löffel nur wenn es Suppe gab. Das Fladenbrot diente als „Besteck“.  Alle Leute aßen fast nur vegetarisch. Vor allem Bohnen, Erbsen, Linsen und Lauch hat man damals zu dem Fladenbrot gegessen. Um das Essen abwechslungsreicher zu machen, benutzte man Gewürze wie Kümmel, Minze, Dill und andere Kräuter.   

 

Zitronen werden in der Bibel nicht erwähnt, sie spielen aber bei der Sabbatfeier eine Rolle.
Obwohl die Haupterntezeit im Herbst liegt
kann man im warmen Klima Israels das ganze
Jahr über kleinere Mengen Zitronen ernten.

 

 

 

Mirjams Zitronenlimonade

 

1 Zitrone

Blätter der Minze
(z.B. Zitronenminze)

½ Liter Wasser

 

Halbiere die Zitrone und presse den Saft aus.

Gieße den Zitronensaft in ein Gefäß, und
vermische ihn mit dem Wasser. Füge die
Minzeblätter hinzu und lasse alles 30 Minuten
ziehen.

 

Die Zitronenlimonade gekühlt servieren.

 

 

 

Der Wein erfreut des Menschen Herz und sein Antlitz wird schön vom Öl.                      Psalm 104,15

 

 

Getränke zu biblischer Zeit

 

Das wichtigste Getränk zu allen Zeiten ist das Wasser. In biblischer Zeit mussten es die Frauen vom Brunnen nach Hause tragen. Dort wurde es in großen Tontöpfen aufbewahrt. Um sich vor Krankheiten zu schützen wurde das Wasser zum Trinken oft mit Wein oder Essig gemischt. Dadurch wurden die Keime abgetötet.

Die Herstellung von Wein ist ein einfacher Prozess, der nur Trau-ben und Hefe benötigt. Zuerst wurden die Trauben gekeltert. Dabei zertrat man in großen Becken die Trauben mit den bloßen Füßen. Die Hefe ist in der Haut der Trauben enthalten; wenn die Trauben beim Keltern aufgebrochen werden, beginnt die Hefe zu wirken und verwandelt den Zucker des Traubensaftes in Alkohol. Während dieses Fermentationsprozesses wird Kohlendioxid gebildet. Es treibt Sauerstoff, der für den Wein schädlich ist, an die Oberfläche, so dass der Wein perlt. Deshalb müssen die Winzer dafür Sorge tragen, dass das Kohlendioxid entweichen kann, ohne dass der Wein zu lange Kontakt mit der Luft hat, denn dann können Pilze den Wein in Essig umwandeln.

Doch auch der Essig war ein willkommenes Getränk. Im heißen Klima des Nahen Ostens wird er nicht so sauer wie bei uns. Essig mit Wasser gemischt war ein beliebtes Getränk der Soldaten und Landarbeiter.

Zur Zeit Jesu konnte man jedoch auch aus anderen Früchten Most und Wein herstellen, z.B. aus Datteln, Äpfeln oder Feigen. Selbst die harten Früchte des Johannisbrotbaums konnte man in ein alkoholisches Getränk verwandeln. Auch Zitronen und Granatäpfel wurden für erfrischende Getränke genutzt.

Milch war in Israel als Getränk geschätzt. Sie gehörte zu den Grund-nahrungsmitteln und stand auf einer Stufe mit Wein. Da die Milch meist leicht angesäuert war, galt sie als ein geeigneterer Durstlöscher als Wasser.

Da Milch nicht lange haltbar war, wurde sie auch zu Butter und Käse weiterverarbeitet. Dazu wurde die Milch in einen Ledersack gefüllt, an einem Gestell aufgehangen und so lange mit den Fäusten geschlagen bis sich der Rahm absetzte. Biblische „Butter“ entspricht nicht unserer Butter, meist ist sie eher Joghurt. Käse war ein Milchprodukt, dass man in eine Form presste und dann in der Sonne trocknen ließ. Das Käsewasser wurde abgeschöpft und dem Käse Salz hinzugefügt. Auch das Käsewasser wurde in der Antike als ein erfrischender Trank serviert.

 

 

 

 

 

 

Jakobs Linsensuppe

 

1 ½ Tassen rote Linsen

6 Tassen Hühner- oder Gemüsebrühe

1 kleingehackte Zwiebel

2 Stangen gehackten Sellerie

1 gehackte Lauchstange

1 gewürfelte Möhre

½ Teelöffel gemahlenen Kümmel

1 Esslöffel Weinessig

Salz, schwarzer Pfeffer, Olivenöl

 

Die Linsen mit der Hühner- oder Gemüsebrühe
und dem Sellerie, Lauch und Möhren
in einem Topf zum Kochen bringen,
30 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen
nicht mehr sichtbar sind.
Wenn zu dick etwas Wasser hinzufügen.
Kümmel, Essig und Gewürze nach Bedarf
hinzufügen und abschmecken.
Die gehackte Zwiebel in Olivenöl anbraten
und zur Suppe hinzufügen.

 

Heiß servieren mit Croutons.

 

 

 

 

Lieber eine Schüssel Kraut unter Freunden als der schönste Braten, übergossen mit Haß.    Sprüche 15,17

 

 

Zeichne die richtigen Früchte in unser Domino.

 

Was noch auf den Tisch kam

 

Die Römer nannten die Hebräer „Knoblauch-Esser“, was auf die Vorliebe für dieses scharfe Gemüse hinweist. Knoblauch wurde alltäglich verzehrt. Aber auch eine Reihe anderer Gemüse deckten den Tisch.

Linsen waren nach Getreide das wichtigste Nahrungsmittel. Esau fragte: „Was ist das Rote da?“

Jakob kochte also rote Linsen. Die Proteine in den Linsen machten Linsen- gerichte sehr nahrhaft, besonders wenn sie mit Getreide (Brot) kombiniert werden. Mit Bohnen sind oft die großen, flachen, goldbraunen Linsen gemeint. Man nannte sie auch Saubohnen. Aus der Zeit Jesu ist ein Rezept überliefert, wo man sie mit Knoblauch, Öl und Essig gekocht hat.
Aber auch Gurken (eine Art Zucchini), Melonen, Lauch und Zwiebeln standen auf dem Speiseplan.