Jesus hatte Mitleid mit den Menschen, denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Markus 6,34

 

 

Die Hirten sind wohl nach Bethlehem gelaufen, nun muss der Hund allein aufpassen. Aber wie viele Schafe sind es?

Hallo!

Heute und die nächsten Male gehen wir in den Bibelzoo. In der Bibel werden ungefähr 130 verschiedene Tiere ge-nannt. Einige haben eine spannende Geschichte – andere werden nur am Rande erwähnt. Machen wir uns auf den Weg in den

BIBELZOO.

Der Star aller Bibeltiere ist mit knapp 200 Erwähnungen zweifellos das Schaf. Dieses Tier hatte im Heiligen Land eine große Bedeutung. Milch, Wolle und Fleisch der Schafe bildeten die Hauptlebens-grundlage der ländlichen Bevölkerung. Mit dem Tierfett wurde gekocht, aber es war auch Grundlage für Salben. Deshalb bedeutete der Besitz vieler Schafe Reichtum und Gottes Segen.

Da nur an einer Stelle in der Bibel ein Hütehund erwähnt wird, war es wohl die Aufgabe der Hirten die Herde zusammen zu halten, in der kargen Landschaft nach Weideplätzen zu suchen und die Herde vor wilden Tieren zu schützen. Abraham, Mose oder David waren Hirten gewesen.

Die häufigste Rasse war das Fettschwanzschaf. Sein ausladender Schwanz kann bis zu fünf Kilo wiegen. Er diente als Speicher für das wertvolle Körperfett, den Talg. Talg war früher Brennstoff für Kerzen. Heute sind ein Viertel aller Schafe weltweit Fettschwanzschafe.

Das Schaf hatte im alten Israel eine so hohe Stellung, dass man sogar seine Kinder nach ihm benannte: z.B. der Name „Rahel“ bedeutet Mutterschaf.

Eines der schönsten Lieder der Bibel – der 23. Psalm – ist aus der Sicht eines Schafes geschrieben. So wird das Schaf zum Bild dafür, dass der Mensche Leitung, Pflege und Schutz bedarf.

Deshalb hat sich Jesus öfter als der Gute Hirte bezeichnet. Er ist es, der den rechten Weg weist, ja der sogar sein Leben für die Schafe lässt. Nach Ostern haben die Jünger in solchen Worten Jesu den Hinweis auf seinen Tod am Kreuz gesehen.

In der christlichen Kunst ist der Hirte mit dem verlorenen Schaf auf den Schultern die älteste Christusdarstel-lung überhaupt. Dieses Bild aus einer römi-schen Katakombe ist aus dem dritten Jahr-hundert und zeigt Jesus als den Guten Hirten.

In der Bibel wird Jesus auch oft als Gottes Lamm bezeichnet. Dies meint, so wie zur Zeit des Alten Testamentes ein Lamm geopfert wurde, so hat sich Jesus für die Menschen geopfert und die Brücke zu Gott wieder hergestellt.

 

Informiere dich: Was ist eine Katakombe?

 

 

 

"Der HERR ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße
um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,
fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch
im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl
und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit
werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben
im Hause des HERRN immerdar."

Psalm 23

 

 

Geh hin zur Ameise, du Fauler, sieh an ihr Tun und lerne von ihr!                                 Buch der Sprüche 6,6